E(x)sspedition in den Herbst

Verfasst von jutta_schwarzmeier am 22.09.2009
Kürbis, Hokkaido, Muskat, Zucchini, gelber Zentner,

Herbstzeit - Kürbiszeit


Kürbis, lange Zeit nur als Dekoration oder als Gruselgemüse verwenden, wurde erst vor einigen Jahren von mutigen und interessierten Köchen als vielseitiges Gemüse wieder entdeckt. Zu den Sommerkürbissen gehören übrigens die Zucchini und der Spaghettikürbis, zu den bekannteren Wintersorten der Hokkaido (Schale kann mitgegessen werden), der gelbe Zentner oder auch der Muskatkürbis.
 
Kürbisse waren schon bei unseren Vorfahren als Lebensmittel aber auch als Heilmittel bekannt, denn sie haben, je nach Art und Sorte, einen hohen Gehalt an sättigenden Ballaststoffen, enthalten Kalium, Folsäure und Beta-Carotin, jedoch nur 26 kcal / 100 g Lebensmittel und gelten so als kalorienarm.
 
Vor dem Kürbisgenuss haben die Götter jedoch den Schweiß gesetzt, denn es bedarf jeder Menge Körperkraft und verschiedenster Gerätschaften, um die dicke Schale zu durchdringen und an den leuchtenden, leckeren Kern zu gelangen. Wer darauf keine Lust hat, kann den Kürbis auch bei etwa 180° Grad 30-45 Minuten in den Backofen legen. Dabei wird die Schale und auch das Fruchtfleisch weicher und nachgiebiger und kann so leichter verarbeitet werden. Aus Kürbissen lassen sich die leckersten Gerichte zaubern, angefangen über Suppen, Aufläufe, Kompott oder Chutney. Hier nun mein Lieblingsgericht:
 
Asiatische Kürbiscremesuppe (für 4 Personen)
1 EL         Olivenöl
1 Bund      Frühlingszwiebeln
1 Stück     Ingwerwurzel
500 g       Hokkaidokürbis (auch lecker mit Muskatküribs)
100 g       Karotten
500 ml      Kokosmilch
1 TL         Currypaste (rot oder gelb)
               Jodsalz / Pfeffer / Gemüsebrühe
2 TL         Kürbiskerne
 
Den Hokkaido gut waschen und vierteln (nicht schälen). Mit einem Löffel die Kerne und das faserige Innere auskratzen und das Fruchtfleisch grob in Stücke würfeln. Die Karotten waschen, schälen und ebenfalls grob würfeln. Die Frühlingszwiebeln waschen und in Ringe schneiden, Ingwer schälen und hacken.
 
In einem großen Topf Olivenöl erhitzen, die Frühlingszwiebeln andünsten, den Ingwer zugeben und mitdünsten. Kürbis- und Karottenwürfel zugeben und kurz angehen lassen, dann mit der Kokosmilch aufgießen und etwa 30-40 Minuten köcheln lassen
 
Das ganze mit dem Pürierstab fein passieren, mit Currypaste, Salz, Pfeffer und Gemüsebrühe fein abschmecken. Die Kürbiskerne in einer Pfanne ohne Fett kurz rösten und vor dem Servieren auf die Suppe streuen.          
                                                                         Guten Appetit!
 
Jutta Schwarzmeier / www.food-and-balance.de

 

 
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