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Abnehmen durch Fasten?

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Viele Menschen nutzen die traditionelle Fastenzeit von Aschermittwoch bis Ostern, um ihrem Körper Gutes zu tun. Manche verzichten lediglich auf Süßigkeiten, Alkohol oder Fleisch und andere entschlacken ihren Körper und richten sich nach den Regeln des Heilfastens. Eignet sich Fasten auch zum Abnehmen?

Verschiedene Fastenarten

Es gibt ganz unterschiedliche Varianten zum Fasten, wobei nicht jede Art empfehlenswert ist, zum Beispiel:

Komplettes Fasten

Diese Fastenzeit sollte maximal vier Tage lang durchgeführt werden, denn man verzichtet komplett auf feste Nahrung und nimmt lediglich Tee oder Wasser zu sich. Diese Fastenart kann als Hardchor-Fasten bezeichnet werden, die auch nicht unbedingt gesund ist. Man nimmt sicherlich an Gewicht ab, doch diese vier Tage zu überstehen, ist schon eine Kunst für sich. Zudem hat dies nichts mit gesundem Abnehmen zu tun und ein dauerhafter Erfolg bleibt ebenso aus.

Basisches Fasten

Mit dieser Fastenart wird der Körper entsäuert, denn oftmals nimmt man zu viele säurebildende Nahrungsmittel auf und ein übersäuerter Körper hat negative Folgen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden. Beim basischen Fasten wird auf Lebensmittel verzichtet, die säurebildend wirken, beispielsweise proteinreiche Nahrungsmittel wie Fleisch oder Süßigkeiten. Diese Fastenzeit sollte höchstens sechs Wochen andauern.

Molke-Fasten

Diese Variante gleicht dem kompletten Fasten, nur dass hierbei ebenso Molke und Buttermilch konsumiert werden dürfen. Für das schnelle Abnehmen eignet sich diese Fastenart, die aber nicht länger als sieben Tage andauern sollte. Ebenso dürfte sich beim Molke-Fasten anschließend der Jojo-Effekt einstellen, sodass sich Abnehmwillige nur kurzfristig am Gewichtsverlust erfreuen können.

Buchinger-Fasten

Diese Fastenart wurde nach Otto Buchinger benannt. Es wird auf feste Nahrung verzichtet und dafür Honig, Tee, Obstsäfte und Gemüsesäfte konsumiert. Nach einer Woche sollte die Fastenkur beendet werden und es soll möglich sein, bis fünf Kilo Gewicht zu reduzieren.

F.-X.-Mayr Kur

Wer bewusstes Essen lernen möchte und gleichzeitig eine Darmreinigung vornehmen möchte, kann diese Fastenvariante wählen. Fünf Tage lang wird sich nur von  trockenen Brötchen und Milch ernährt.

Dinkelfasten

Hierbei wird nicht auf feste Nahrung verzichtet und es gibt drei tägliche Mahlzeiten. Diese werden mit Dinkelprodukten sowie Gemüse und Obst hergestellt. Dazu sollten mindestens zwei Liter pro Tag getrunken werden – selbstverständlich ungezuckerte Getränke. Nach zehn Tagen soll der Körper entgiftet sein. Zum Abnehmen eignet sich diese Variante nicht, da kaum Gewicht verloren wird.

Heilfasten, Fasten oder selbstgewählter Verzicht bestimmter Lebensmittel?

Beim Heilfasten, beispielsweise mit der Variante nach Buchinger oder mit der Mayr Kur, steht der Gesundheitsaspekt im Vordergrund. Mit diesen Fastenarten soll der Körper gereinigt und entlastet werden und sich regenerieren können. Die fastenden Menschen fühlen sich entschlackt und gereinigt, wobei es medizinisch gesehen keine Ablagerung von Schlacken im Körper gibt. Es konnte aber nachgewiesen werden, dass sich Abläufe im Körper optimieren, da der Stoffwechsel entlastet wird. Unter anderem wird das Immunsystem gestärkt, die Ausscheidung der Nieren angeregt und Blutfette abgebaut.

Paradox ist, dass die Fastenden einen Energieschub erleben, obwohl die Nahrung drastisch reduziert ist. Viele fühlen sich leistungsfähiger und da mehr Serotonin ausgeschüttet wird – das sogenannte Glückshormon – sind sie ebenfalls besser gelaunt.

Nun ist es aber nicht jedermanns Sache, auf feste Nahrung zu verzichten. Das komplette Fasten wird meistens für spirituelle Selbsterfahrungen genutzt. Ansonsten hat dies keine gesunde Auswirkung auf den Körper.

Wer sich auf eine Ernährungsumstellung vorbereiten möchte, kann sich für den selbstgewählten Verzicht entscheiden. Das heißt: Man verzichtet freiwillig auf verschiedene Lebensmittel, die Übergewicht fördern und zudem ungesund sind.

Fasten – keine Diät, aber Möglichkeit zur Veränderung

Fasten ist keine Diät! Es lässt sich zwar während der Fastenzeit Gewicht reduzieren, doch wer anschließend seine Ernährungsgewohnheiten wieder aufnimmt, wird den berühmt und berüchtigen Jojo-Effekt zu spüren bekommen.

Eine Fastenzeit kann jedoch als Möglichkeit genommen werden, um seine Gewohnheiten zu verändern. Zum Beispiel verzichtet man freiwillig sechs Wochen lang auf zuckerhaltige Nahrungsmittel und Weißmehlprodukte. Damit stellt man langsam die Ernährung um und nach der Fastenzeit hat sich eine neue Gewohnheit eingebürgert. Jetzt fällt es nicht mehr schwer, auf Süßes zu verzichten, denn jede Veränderung benötigt ungefähr vier bis sechs Wochen, bis sie zur Gewohnheit geworden ist.

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