Wenn der nicht wär...

Der Schweinehund hat immer gut zu tun, oder? Er muss ja auch oft genug für alles Mögliche herhalten. Das ermüdet auf Dauer. An manchen Tagen ist er dann einfach schlapp, erschöpft und fast scheint es, als habe er sein aufmüpfiges Temperament verloren. Das nutzen wir dann nur viel zu selten aus. – Woran man das merkt, wenn er schwächelt? – Nun, das sind stille Momente. - Wenn man sie zulässt, Momente, in denen man frei ist von jeglicher Gier; kein Verlangen rührt sich, weder nach Süßem noch Salzigem; keiner sagt, bleib sitzen, wenn Du rennen willst.
Das genau sind sie dann, die kostbaren Augenblicke, wo der Schweinhund kraftlos in der Ecke liegt. Noch nicht gemerkt? - Das kann schon sein, denn leider springen genau in diesem Augenblick unsere lieben Gewohnheiten ein, unser Autopilot (scheint irgendwie mit diesem Schweinehund verbündelt). Und dann: aus, vorbei und schon ist er futsch, dieser kostbare Moment! Verpasst ist die Chance zu sagen, der Alte pennt und jetzt kann ich mal tun und lassen was ich will!
Klappt einfach nicht? – Klappt doch! Probiert es aus, geht kurz in Euch, wenn Ihr bemerkt, wie der Autopilot Euch das Sofa ansteuern lässt. Haltet inne und hört wie der Schweinehund in der Ecke schnarcht, pssst -jetzt ganz leise und schnell in die Laufschuhe geschlüpft. - Typischer Fall von ausgetrickst, hehe!
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