Die Sonne brennt, die Luft flackert über dem Straßenasphalt und jede kleine Bewegung hat Schweiß-Sturzbäche zur Folge – im Hochsommer bei 30° Grad zu trainieren ist sicher kein Gedanke, der uns aus dem kühlen Haus hervorlockt. Doch darf die Hitze tatsächlich als Ausrede, über den gesamten Sommer keinen Sport zu treiben???
Schweiß gehört dazu!
Wenn Du Dich sportlich betätigst, ist es ganz normal, dass Du schwitzt – je trainierter Du bist, desto schneller passiert das sogar! Gerade im Sommer muss Dein Körper gegen die Überhitzung ankämpfen und schwitzt vermehrt. Der Mechanismus ist bekannt: Der Schweiß verdunstet auf der Haut und sorgt dadurch für Abkühlung.
Allerdings: Schwitzt man im Sommer stärker, steigt auch der Flüssigkeitsbedarf. Mit Schweiß verliert der Körper allerdings nicht nur Wasser (der Schweiß besteht zu 98 % aus Wasser) sondern auch Mineralien, insbesondere Natrium. Damit steigt auch die Gefahr von Muskelkrämpfen. Ferner kann bei starkem Schwitzen das Blut verdicken und damit die Sauerstoffzufuhr eingeschränkt werden
Trotz Sommerhitze bewegen
Also vielleicht doch besser zu Hause bleiben und Wasser und Mineralien einsparen???? Die Gefahr von Muskelkrämpfen mit einem kühlen Schoko-Eis bannen? Nicht so! Der Körper ist erstaunlich anpassungsfähig – trainiert man regelmäßig auch im Sommer, wird der Schweiß dünner und der Körper verliert weniger Mineralien. Außerdem lagert der Körper zusätzliches Wasser im Blut ab.
Tipps für den Sommer-Sport
Trotz allem gilt: Den Körper nicht überlasten! Im Sommer hat er viel damit zu tun, die Körpertemperatur niedrig zu halten und mit dem Wasser zu haushalten. Hier also Tipps, wie Du den Sport im Sommer richtig angehen kannst:
Trinken, trinken, trinken
Vor dem Training, während des Trainings und danach – am besten Fruchtsaftschorlen oder ungesüßte Früchtetees. Bei Ausdauertraining, das mehr als eine Stunde dauert, solltest Du auf isotonische Getränke umsteigen, um den Mineralverlust auszugleichen.
Trainingsintensität reduzieren
Egal ob Ausdauer oder Kraftsport – reduziere ruhig die Intensität Deines Trainings! Neue Klippen kannst Du an kühleren Tagen erklimmen, Du musst nicht versuchen, Deine persönlichen Rekorde ausgerechnet bei hohen Temperaturen zu brechen! Insbesondere bei sehr hohen Temperaturen oder plötzlichen Temperaturanstiegen solltest Du einen Gang zurückschalten.
Bei aller Liebe – die Mittagshitze muss es nicht sein
Vermeide zu starke körperliche Beanspruchung ausgerechnet am Mittag, wenn es am heißesten ist! Trainiere lieber morgens oder abends. Zu der Hitze kommt nämlich hinzu, dass die Ozonwerte Mittags am höchsten sind.
Luftig und locker – die richtige Kleidung
Trage lieber helle Kleidung – sie reflektiert die Sonnstrahlung. Bevorzugen solltest Du Mikrofaserkleidung, da sie atmungsaktiv ist und den Schweiß besser transportiert – so kann dieser auch seine kühlende Wirkung richtig entfalten. Wenn Du draußen trainierst, suche Dir ein schattiges Plätzchen und/ oder trage eine Kopfbedeckung, um Dich vor der Sonne zu schützen.
Wichtig – die Warnungen des Körpers wahrnehmen
Dein Körper sendet Dir Warnsignale, auf die Du achten solltest: Wenn Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit und Muskelkrämpfe auftreten, breche das Training ab, suche Dir einen luftigen, kühlen Platz und trinke genug Wasser!







Kommentare
Sport im Sommer
Im Wald ist es auch im Sommer angenehm Kühl zum Sporttreiben und dann gibts ja noch Freibäder und Seen zum schwimmen ein super Sport zur Gewichts Reduzierung.