Die Schilddrüsenunterfunktion entsteht meist als Folge einer chronischen Entzündung der Schilddrüse. Man spricht auch von der Hashimoto-Thyreoiditis. Es werden Antikörper gegen die eigene Schilddrüse gebildet. Dadurch wird das Gewebe zerstört und es kommt zu einer ungenügenden Bildung von wichtigen Hormonen, die dafür zuständig sind, den Stoffwechsel zu regulieren. Folge davon kann eine schnelle Gewichtszunahme sein.
Warum das Abnehmen mit Hashimoto so schwer fällt
Durch das Fehlen der Hormone können die aufgenommenen Kalorien nicht mehr in Energie umgewandelt werden. Es kommt zu einer Einlagerung in das Fettgewebe, gleichzeitig wird man schlapp, weil die nötige Energie fehlt. Das Resultat: Es kommt zu einer Gewichtszunahme, selbst dann, wenn man eigentlich ganz wenig isst. Gleichzeitig wird man immer schlapper, was zu einer Erschlaffung des Gewebes und zu noch mehr Gewichtszunahme führen kann. Abnehmen ist in diesem Stadium kaum noch möglich.
Medikamente schaffen Abhilfe und erleichtern das Abnehmen
Heute kann man mit einer gut eingestellten Medikation die Unterfunktion der Schilddrüse ausgleichen. Krankheitsbild und Patient werden genau untersucht, anschließend wird das passende Medikament in genau der richtigen Dosis verabreicht. Nun laufen die Vorgänge im Stoffwechsel wieder reibungslos und die Gewichtszunahme wird gestoppt. Die Einnahme von Medikamenten ist allerdings keine Erlaubnis zum unkontrollierten Schlemmen. Eine gesunde und bewusst kalorienreduzierte Ernährung ist für Menschen mit Schilddrüsenunterfunktion sehr wichtig.
Was kann ich essen?
Es gibt Nahrungsmittel, die sich zusätzlich negativ auf die Hormonproduktion auswirken. Diese sollten bei einer Schilddrüsenunterfunktion auf alle Fälle vermieden werden. Dazu gehören einige Gemüsesorten wie Kohl, Mais, Radieschen, Rettich oder Rüben. Sie stören die Jodaufnahme, die Grundbedingung für die Funktion der Schilddrüse ist. Pestizide in der Nahrung oder in der Umwelt können ebenfalls zu einer Verschlechterung des Zustandes beitragen. Die Vermeidung dieser Stoffe in der Ernährung machen die Medikamentengabe zwar nicht überflüssig, können aber die Therapie sinnvoll ergänzen.
Sport bei Schilddrüsenunterfunktion
Wer an einer Erkrankung der Schilddrüse leidet und trotz Medikamenten und bewusster Ernährung nicht ausreichend abnehmen kann, der sollte zusätzliche Kalorien durch regelmäßigen Sport verbrennen. Dadurch wird das abnehmen erleichtert und das einmal erreichte Wohlfühlgewicht wird dauerhaft gehalten. Besonders effektiv ist eine langandauernde und dabei nicht zu extreme Belastung, der Körper speist sich dabei mit Energie aus dem Fettstoffwechsel. Sportarten wie Schwimmen, Laufen oder Walken sind besonders wirksam, allerdings nur, wenn sie dauerhaft durchgeführt werden.