
Die Nahrungsmittelindustrie bedient die Nachfrage – kalorienreduzierte Lebensmittel für Abnehmewillige, Functional Food für Gesundheitsbewusste und diverse andere Bedürfnisse werden direkt erfüllt – oft sogar, bevor sie überhaupt entstanden sind. Die Verbraucher haben Wünsche und die Produzenten von Lebensmitteln erfüllen sie nach dem Motto: „Der Zweck heiligt die Mittel“. Was ist drin in unseren Lebensmitteln? Die Webseite www.lebensmittelklarheit.de verschafft uns hier Klarheit – und den ein oder anderen Schock.
Was ist drin in unserem Essen?
Drin ist, was drauf steht – sollte man zumindest meinen. In Wirklichkeit enthalten viele Lebensmittel kaum das, was im Produktnamen eigentlich vermittelt wird. So enthalten Kalbswiener einen unvermutet hohen Anteil an Schweinefleisch, in der Instant Hühnerbrühe stecken gerade mal vier Prozent Huhn. Du kannst Dich nicht darauf verlassen, dass Dich bereits der Produktname informiert – erst die Zutatenliste verschafft Klarheit und bringt häufig die erstaunlichsten Rezeptzutaten ans Tageslicht. Lies genau – das gilt insbesondere auch dann, wenn Du abnehmen willst. Längst nicht alles, was so vollmundig als „leicht und lecker“ bezeichnet wird, ist auch kalorien- oder fettarm.
Das verrät die Zutatenliste
In der Zutatenliste sind die Inhaltsstoffe eines Lebensmittels aufgelistet. Die Reihenfolge sagt etwas über die Mengenanteile aus, die Zutaten der Zutaten sind ebenfalls genannt. Besonders hervorgehobene Bestandteile müssen auch in ihren Gewichtsanteilen angegeben werden. Wer abnehmen will, sollte auf den Anteil an Fett und die Kalorien achten, Allergiker müssen sich vor den jeweiligen allergieauslösenden Stoffen in Acht nehmen. Neben den exakt gekennzeichneten Zutaten gibt es auch verschiedene Inhaltsstoffe, die nicht oder nur vage angegeben sind. Dazu gehören zum Beispiel Kräuter, die lediglich als Kräutermischungen deklariert werden müssen, sind Nahrungsmittel unverpackt, müssen die Zutaten zwar irgendwo aufgeführt sein, werden aber nicht an dem Lebensmittel direkt deklariert. Das ist zum Beispiel bei Brot, Brötchen und Gebäck vom Bäcker der Fall.
Wir wollen Klarheit!
Das Internetportal www.lebensmittelklarheit.de ist aus einer Initiative hervorgegangen, die sich für die „Klarheit und Wahrheit bei der Lebensmittelkennzeichnung“ einsetzt. Gefördert wird dieses Portal vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Die Website erfüllt eine wichtige Aufgabe: Sie sensibilisiert für das, was ohnehin jeder weiß, viele aber nicht so richtig wahrhaben wollen: Vieles von dem, was wir essen, ist in Wirklichkeit keine richtige Nahrung mehr. Kunstprodukte spiegeln uns vor, dass wir uns gesund und mit gut schmeckendem Essen ernähren. In Wahrheit essen wir nur synthetisch hergestellte Ersatzprodukte.
Schau Dir genau an, was Du isst und entscheide dann, ob Du von einem künstlichen Produkt satt werden willst oder lieber doch auf natürliche und vor allem naturbelassene Lebensmittel zurückgreifst.









