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Natürliches Essverhalten erlernen

Veröffentlicht am
Abnehmen - auf das Körpergefühl achten

In den Industrieländern haben die meisten Menschen verlernt auf ihren Körper zu hören. Die Folge in Bezug auf Ernährung ist ein falsches Essverhalten. Es wird aus Langeweile oder zum Trost und zur Beruhigung gegessen und nicht mehr, weil der Hunger zu spüren ist. Es werden Idealen hinterher gelaufen und versucht, Modelmaße zu erreichen und wieder wird auf den Körper keine Rücksicht genommen. Diäten scheitern, weil zu viel Verzicht geübt wird und kein Versuch unternommen wurde, sein natürliches Essverhalten wieder zu erlernen.

Der Körper sagt Dir, wann er Nahrung braucht

Eigentlich wäre es mit dem Abnehmen ganz einfach...wenn Du auf Deinen Körper hören würdest. Aber genau da liegt der Hase im Pfeffer: Die meisten Menschen nehmen die Signale des Körpers nicht mehr wahr. Übergewichtige Personen können oftmals weder Hungergefühl noch Sättigungsgefühl spüren. Es wird nicht dann gegessen, wenn man Hunger hat, sondern um sich über Stress hinwegzuhelfen, zum Trost, aus Langeweile oder weil strikte Essenszeiten über den Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme bestimmen.

Beim Abnehmen müssen weder Kalorien gezählt noch Verzicht geübt werden. Der ideale Weg führt über das Wiedererlernen des natürlichen Essverhaltens und das geht nur wenn man lernt, wieder auf seinen Körper zu hören.

Kinder haben dieses Körpergefühl noch. Sie essen dann, wenn sie Hunger haben – und sie essen das, was ihnen schmeckt. Weiter unten wird beschrieben, dass der Körper auch signalisiert, welche Nahrungsmittel er benötigt.

Mit der Zeit verlernen viele Kinder, auf ihren Körper zu hören. Das geschieht unter anderem mit den „falschen“ Nahrungsmitteln: Werden in der Familie vorzugsweise Fertiggerichte serviert, wird dem Kind irgendwann kein frisches Obst und Gemüse  mehr schmecken, weil die Geschmacksnerven darauf nicht mehr eingestellt sind.

Wir essen dann, wenn uns die Schule oder später der Arbeitgeber die Zeiten für Essenspausen vorschreibt. Der Körper wird somit auf Essenszeiten programmiert und die natürliche innere „Hungeruhr“ wird ausgeschaltet. Wir essen beim Fernsehen, beim Surfen im Internet und die Hauptmahlzeiten werden schnell und ebenso wie nebenbei verzehrt.

Nun versuchst Du abzunehmen und verzichtest auf Süßigkeiten, Fast Food und andere Dickmacher, zählst Kalorien und kontrollierst regelmäßig Dein Gewicht – das wird eine kurze Zeit funktionieren, aber da Genuss und Lust auf Essen ausbleiben, wird die Motivation schnell nachlassen.

Du musst auf nichts verzichten, wenn Du nur dann isst, wenn Du Hunger hast und aufhörst, wenn Du satt bist. Werde zum bewussten Esser:

  • Esse dann, wenn Du Hunger hast
  • Nimm‘ Dir Zeit für Deine Mahlzeiten
  • Esse langsam und genieße jeden Bissen
  • Esse bewusst und nicht nebenbei – konzentriere Dich auf das Essen
  • Auch wenn es noch so gut schmeckt, höre auf zu essen, wenn Du satt bist

Bewusstes Essen macht es unmöglich, beim Fernsehen, Surfen oder arbeiten zu essen. Alleine dadurch wird sich Dein Körper melden, wenn er Nahrung braucht.

Mit Bewegung somatische Intelligenz aktivieren

Der Körper sagt einem, welche Nahrungsmittel momentan benötigt werden. Durch die somatische Intelligenz wird beispielsweise dafür gesorgt, dass die werdende Mutter keine Schadstoffe aufnimmt, die dem Ungeborenen schaden könnten. Wie Untersuchungen ergaben erhöht sich die Chance auf gesunden Nachwuchs, wenn die werdende Mutter in den ersten drei Monaten unter dem typischen Schwangerschaftserbrechen litt. In diesen drei Monaten entwickeln sich beim Ungeborenen die Organe, das Herz und die Gliedmaßen. Der Fötus muss somit in dieser Zeit gut geschützt werden. Die natürliche Reaktion des Körpers der schwangeren Frau ist beispielsweise der Widerwille gegen Fisch: Ist in ihm Blei enthalten, wirft der Körper dieses schädigende Nahrungsmittel wieder raus. Man kennt auch die Gelüste von Schwangeren, die plötzlich zur sauren Gurke oder anderen Lebensmitteln greifen, obwohl sie diese Nahrungsmittel sonst nicht in dem Maße essen würden.

Bei Kindern ist die somatische Intelligenz noch vorhanden. Zum Beispiel essen sie eine zeitlang mit Vorliebe ein bestimmtes Nahrungsmittel und mit einem Schlag lassen sie genau dieses Lebensmittel stehen. Mit dem Spruch „Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt“ ist es dann schnell vorbei, mit der somatischen Intelligenz.

Menschen, die sich viel bewegen, spüren instinktiv, welche Nahrungsmittel vom Körper benötigt werden. Diese somatische Intelligenz kann also mit Bewegung aktiviert werden.

Mit ein wenig Übung und Geduld wird das Körpergefühl wieder wahrnehmbar sein. Damit wirst Du ein natürliches Essverhalten erlangen, bei dem es durchaus erlaubt ist, auch mal Eis, Schokolade oder einen Hamburger zu essen.

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Kommentare

Bild des Benutzers agathe

genau von dem, was darin steht, bin ich überzeugt. jetzt habe ich mich wieder auf den weg gemacht, neu zu lernen, was ich schon als kind wusste und konnte: wann ich welche nahrung brauche und wieviel.

leider hab ich mich seit meinem erfolgsjahr 2012 wieder ein stück weit von mir entfernt, andere prioritäten gesetzt und dabei alte gewohnheiten wieder aufleben lassen, von denen ich glaubte, dass ich sie abgelegt hätte.

jetzt bin ich an einem punkt, an dem ich wieder mehr dafür sorgen will und kann, dass mein leben wieder mit mir, meinen natürlichen bedürfnissen und meinen förderlichen überzeugungen in einklang kommt.

am ende wird alles gut - und wenn es nicht gut ist, dann ist das noch nicht das ende

Smile ich wünsche allen ein frohes, gesundes und leichtes 2016 Smile

Bild des Benutzers AriadnevonNaxos

 

Ich finde diesen Artikel unglaublich interessant.  Bei meinem Jungen,  der 5 Jahre alt ist,  habe ich schon immer gestaunt. Er behauptete schon mit 3, dass sein Lieblingsessen Brokkoli sei und liebt bis heute sämtliche Obst und Gemüsesorten. 

Heißt es nicht immer,  Kinder würden Spinat hassen?

Jedenfalls werde ich mich dank dem Artikel hüten,  ihn immer zum Aufessen zu nötigen.  Er führt mir schließlich vor Augen, wie einfach gesunde Essgewohnheiten sind. Mal sehen, wie lange das noch anhält. 

 

 

 

 

Bild des Benutzers Anouk

ich denke, bei kindern essen auch viel die augen mit .. je nachdem wie bunt oder wie hübsch das essen anzusehn ist .. spinat fand ich als kind extrem eklig, und habs nicht gegessen, heute liebe ich spinat Smile

ღ nichts schmeckt so gut, wie schlank sein, sich anfühlt ღ

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