
Essen ist Leben – Nahrung für den Körper, aber auch für den Geist. Essen ist ein zentrales Thema, ob nun bewusst oder unbewusst. Gerade wer sich intensiv mit dem Thema befasst und sich um eine gesunde Ernährung bemüht oder abnehmen will, erliegt oft einigen Ernährungsirrtümern. Die sind zum Teil einfach nur kontraproduktiv, können aber durchaus auch für körperliches Unwohlsein sorgen.
Viel Obst, viel Rohkost, viel Abnehmen
Obst und Gemüse sind gesund und kalorienarm, das weiß jeder. Und das natürlich besonders in rohem Zustand, da dann die meisten Vitamine enthalten sind. Diese Aussage stimmt, stimmt aber auch wieder doch nicht. Denn zu viel Obst kann den Darm durch die hohe Aufnahme von Fruchtzucker belasten. Die Folge sind Blähungen und manchmal sogar depressive Verstimmungen. Fruchtzucker im Übermaß kann außerdem dazu führen, dass der Körper die Sättigungsgrenze nicht mehr erkennt – die Folge davon: zunehmen statt abnehmen. Was die Rohkost angeht: Natürlich sind im rohen Gemüse mehr als im gekochtem. Durch das Erhitzen werden allerdings andere Nährstoffe aufgeschlossen, die für den Körper wichtig sind.
Entschlacken und entsäuern muss jeder Mensch ab und zu
Giftstoffe im Organismus und Übersäuerung können ernsthafte Erkrankungen auslösen, die einer Behandlung bedürfen und manchmal sogar lebensbedrohlich sind. Allerdings sind die meisten Menschen stabiler als man denkt. Vor radikalen Entschlackungs- und Entsäuerungskuren sollte man erst einmal den Ist-Status überprüfen lassen. Allerdings schadet es nicht, auf eine ausgewogene Ernährung in Bezug auf den Säure-Basen-Gehalt zu achten und bei indifferenten Beschwerden auf ein Ungleichgewicht oder einen erhöhten Giftstoffgehalt im Körper testen zu lassen.
Wenig Fett und Light-Produkte helfen beim Abnehmen
Studien haben erwiesen, dass ein Fettverzicht allein nicht unbedingt beim Abnehmen hilft. Meist wird dann nämlich der Zuckergehalt in der Nahrung erhöht. Nur das Zusammenspiel aus gesunder ausgewogener Mischkost mit einem reduzierten Fettgehalt sorgt für einen Gewichtsverlust. Ähnlich wirkungslos ist der Ersatz gesunder Nahrung durch Lightprodukte. Die verwendeten Süßstoffe erzeugen Heißhunger, außerdem isst man von der leichten Kost gerne mal mehr und kommt dann letztendlich auf dieselbe Nährstoffbilanz.
Salz ist schlecht für den Blutdruck
Kochsalz wurde lange für hohen Blutdruck verantwortlich gemacht, eine salzarme Ernährung wurde favorisiert. Diese Meinung ist mittlerweile widerlegt, Studien haben ergeben, dass nur bei etwa rund 15 % der Probanden der Blutdruck durch eine salzarme Ernährung absinkt. Wer wissen möchte, ob er selbst zu der Gruppe der sogenannten „salzsensitiven“ Menschen gehört, kann drei Wochen lang testen. Hat sich nach dieser Phase der salzarmen Ernährung der Blutdruck verringert, ist auch für die Zukunft eine salzreduzierte Ernährung zu empfehlen.







