Der Mensch neigt ja von je her dazu, zunächst seine ureigensten Bedürfnisse zu befriedigen, bevor er sich um andere kümmert. Immerhin, das sicherte ihm bisher sein Überleben.
Klar gibt es nun alle möglichen Schattierungen von Egoismus: auf der Skala ist alles vorhanden, vom bedauernswerten, selbstaufopfernden Typus bis zu der Sorte übelster Egoisten, die wirklich immer nur an sich denken und nicht links nicht rechts schauen, wie es den anderen dabei geht. Solche Menschen sind nicht nur besonders egoistisch sondern auch auf einer recht unglücklichen Entwicklungsstufe einfach stehengeblieben oder anders ausgedrückt, sie sind nicht die hellsten unter uns. Denn die Erfahrung zeigt doch, wenn wir auch dafür sorgen, dass es unserem Umfeld gut geht, so geht es uns dadurch auch besser, sogar mit weniger Anstrengung.
Und so funktioniert doch auch fairer Bioegoismus: Wenn ich dafür sorge, dass ich möglichst wenig Dreck hier mache und meinetwegen keiner hungern muss oder unter menschenunwürdigen Bedingungen abreiten muss, wenn ich also dafür sorge, indem ich z.B. wenig Fleisch esse, biologisch-fair gehandelte und regionale Ware konsumiere, sorge ich für meine Gesundheit und gleichzeitig für eine gerechtere Verteilung der Ressourcen auf unsere Planeten: ein gutes Gefühl! Also, ist es doch fast schon selbstzerstörerisch nicht fair zu konsumieren. Wobei, es kommt hier nicht auf Perfektionismus an, nicht alles oder nichts ist hier wichtig, sondern jeder Schritt zählt! Nicht jeder muss sofort Vegetarier werden, aber nur noch zwei oder ein mal die Woche Fleisch essen, vom Biobauern, das ist ein Schritt. Genauso geht es mit dem Kauf von Kaffee, Tee oder Schokolade. Wie wir wissen ist es gesünder und auch mit viel mehr Genuss verbunden, wenn man diese Dinge nicht im Übermaß konsumiert. Na bestens, also fair gehandelt, mit weniger Belastung mich und meine Umwelt. Was willst Du mehr?






