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Endlich fit und glücklich werden – Mein Weg zu mehr Lebensqualität

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Erfahrungsbericht von , geschrieben am

Hinweis von Tobias (Betreiber der Seite): Dieser Erfahrungsbericht stammt von einer meiner Bekannten. Da sie hier kein eigenes Konto hat, veröffentliche ich ihn für sie.

Der Grund, warum ich diesen Erfahrungsbericht schreibe, ist, dass ich hoffe, mich so während meines Vorhabens besser motivieren zu können. Zudem ist mir daran gelegen, anderen hilfreiche Ratschläge mit auf den Weg zu geben, die vielleicht selbst auch etwas in ihrem Leben ändern wollen.

Mein Problem ist gar nicht mal mein Gewicht. Ich habe vielleicht drei bis fünf Kilo zuviel, kann dies aber mit gut gewählter Kleidung leicht kaschieren. Was mich allerdings stört, ist meine allgemeine Trägheit. Seit der Schulzeit, die nun schon recht lange zurückliegt, habe ich keinen Sport mehr getrieben, damals übrigens auch nur sehr halbherzig. Nun komme ich aber in ein Alter, in dem mein Körper es mir einfach nicht mehr verzeiht, dass ich so unmotiviert bin. Ich habe oft Rückenschmerzen, weil ich den größten Teil des Tages im Sitzen verbringe. Ich fühle mich schlapp und frage mich ständig, wo meine Energie hingeht. Aufgrund meiner einseitigen Ernährung und dem Stress im Beruf habe ich oft Bauchschmerzen. Hinzu kommt, dass mich dies alles resigniert und traurig macht. Ich möchte etwas ändern und zwar sofort. Also habe ich einen Plan gefasst!

Mehr Bewegung im Alltag und eine tolle Sportart finden

Dass ich so ein Bewegungsmuffel bin, hat seinen Grund. Ich habe bisher einfach noch nicht die Sportart gefunden, die mir Spaß macht. Zugegeben, wirklich viel Mühe habe ich auch noch nicht in die Suche investiert. Mannschaftssportarten habe ich schon in der Schule nicht gemocht. Joggen habe ich dreimal versucht, aber es gefällt mir auch überhaupt nicht. Ich beschließe, dass ich am besten mehrere Sportarten finden sollte, an denen ich Freude habe. So wird es nicht langweilig. Ich bin als Kind gerne Fahrrad gefahren, hatte aber nun seit Jahren kein eigenes Fahrrad mehr. Ich leihe mir das Mountainbike meiner Freundin und mache eine Probetour durch den Wald. Zwar merke ich schnell, dass mir die Puste ausgeht, allerdings auch, dass Radfahren eigentlich echt Spaß macht.

Motiviert ersteigere ich mir noch am gleichen Abend ein gebrauchtes Mountainbike im Internet. Bis es ankommt, will ich eine zweite Möglichkeit finden, um mich fit zu halten. Ich überlege mir, dass Training zuhause eine gute Idee wäre. Wenn es regnet oder ich keine Lust mehr habe nach der Arbeit noch mal loszuziehen, kann ich einfach in meinen eigenen vier Wänden etwas für meine Fitness tun. Nach reiflicher Recherche im Internet und vielen gelesenen Forenbeiträgen habe ich mir meinen persönlichen Trainingsplan zusammengestellt. Ich kaufe mir ein kleines Zimmertrampolin sowie zwei Hanteln und trainiere damit fortan jeden Tag mindestens 30 Minuten. Das Trampolinspringen macht Spaß und ich kann dabei sogar Fernsehen. Online suche ich mir einige Übungen heraus und mache diese mit meinen Hanteln nach. Die ersten Tage habe ich mit Muskelkater zu kämpfen und zwischendurch verlässt mich auch immer mal wieder die Lust, aber ich merke schon, wie ich mich ausgeglichener und gesünder fühle und das motiviert mich, weiterzumachen.

Gesünder Essen, ohne verzichten zu müssen

Das nächste Thema, welchem ich mich parallel zuwende, ist meine ungesunde Ernährung. Morgens gibt es meist Weizentoast mit Marmelade. An der Arbeit muss es immer schnell gehen und da sind 5 Minuten Terrinen und Co meine besten Freunde. Abends habe ich dann auch keine Lust mehr zu kochen und bestelle mir etwas beim Lieferdienst oder packe mir eine Lasagne in den Ofen.

Es sind dabei nicht mal die vielen Kalorien, die mir Sorgen machen, vielmehr ist es die Einseitigkeit meiner Ernährung. Ich habe neulich einen Clip einer jungen Medizinstudentin bei Youtube gesehen:

https://www.youtube.com/watch?v=MFsTSS7aZ5o

Sie erzählt auf äußerst unterhaltsame Weise vom Darm und seinen Funktionen und eben auch davon, dass bestimmte Darmbakterien dick und krank machen können. Wer seinem Darm jeden Tag das Gleiche vorsetzt, braucht sich über Unwohlsein und Bauchschmerzen nicht wundern. Weizenmehlbrei und Nudelpampe sind eben nicht sehr nahrhaft. Ich will allerdings auch nicht komplett auf Dinge umsteigen, die mir nicht schmecken. Also mache ich mich über gesunde Alternativen zu meinen bevorzugten Lebensmitteln schlau. Statt Weizentoast mit Marmelade gibt es nun eine Scheibe Vollkornbrot mit Hüttenkäse und Radieschenscheiben oder Schnittlauch zum Frühstück. Das schmeckt frisch und würzig und macht sogar länger satt als der pappige Toast. Zudem habe ich mir angewöhnt, am Sonntag einiges für die Woche vorzukochen. Ich mache mir zum Beispiel eine große Gemüsepfanne mit Kartoffeln und Putenfleisch und nehme die an den nächsten zwei bis drei Tagen mit zur Arbeit. Oder ich mache mir Couscoussalat mit Gurke, Tomate, Kresse und meinem neuen Lieblingslebensmitte Avocado. Keine Ahnung, warum ich sie nicht früher entdeckt habe. Ich liebe neuerdings Avocado im Salat und als Dip oder Brotaufstrich fast noch mehr. Mit Pfeffer, Salz und Zitrone zubereitet schmecken sie mir am besten. Laut einer Analyse der Inhaltsstoffe (nicht erschrecken, ist eine Männerseite wink) sind Avocados auch recht gesund, vor allem, wegen ihres hohen Anteils an Ölsäure. Zwar enthalten sie viele Kalorien, aber dafür machen sie auch lange satt und sind einfach köstlich. Noch ein kleiner Tipp: Bei der Zubereitung der Avocado einfach mal das Fruchtfleisch, welches sowieso an den Fingern hängt, auf den Händen verreiben und einwirken lassen. Das macht die Hände weicher als jede Handcreme!

Ich verzichte auch weiterhin nicht darauf, hin und wieder Fast Food oder Chips zu essen oder mir mal eine ganze Tafel Schokolade zu gönnen. Ich versuche lediglich, mich abwechslungsreicher zu ernährend. Gemüse, ob als kleine Stiftchen mit Schnittlauch-Quark oder in Form eines Auflaufs oder einer Gemüsepfanne, landet genau wie Obst jeden Tag auf meinem Teller.

Ich habe festgestellt, dass meine Unlust am Kochen vor allem daher kam, dass ich nicht kochen konnte. Nun, wo ich ein regelmäßiger Gast auf diversen Kochportalen bin und mir immer etwas Neues beibringe, koche ich echt gern und empfinde das allabendliche Schnipseln und Braten sogar als Entspannung. Ach und noch etwas: Ich trinke neuerdings ausschließlich stilles Wasser und das bekommt mir ebenfalls sehr gut. So 1,5 bis 2 Liter schaffe ich täglich und so kurbele ich zusätzlich meinen Stoffwechsel an.

Auf mich achten und mich selbst nicht überfordern

Das Leben sollte nicht nur aus Disziplin bestehen, sondern auch Spaß machen – soviel steht fest. Da ich ziemlich stolz auf meine bisherigen Veränderungen bin, gönne ich mir hin und wieder auch mal etwas Besonderes. Oft handelt es sich dabei um kleine Kaloriensünden, aber eben nicht immer. Gestern zum Beispiel habe ich mich mal ausgiebig massieren lassen und nächste Woche fahre ich für zwei Tage mit meiner besten Freundin in ein Wellness-Hotel. Zudem gönne ich meinem Körper neuerdings mehr Schlaf, was sich ebenfalls sehr positiv auf mein Wohlbefinden auswirkt. Die stumpfsinnigen Fernsehsendungen, mit denen ich mir jeden Abend die Zeit vertrieben habe, schaue ich nicht mehr. Entweder ich gucke mir einen guten Film an oder ich lese ein wenig oder lege mich entspannt in die Wanne. So oder so gehe ich eine Stunde früher als gewöhnlich ins Bett. Diese eine Stunde mehr Schlaf merke ich deutlich am nächsten Morgen.

Ich hoffe, mein neues Lebensgefühl bleibt mir erhalten und ich schaffe es, mich dauerhaft zu motivieren und die Veränderungen beizubehalten. Allen, die noch mit ihrem inneren Schweinehund kämpfen, möchte ich sagen, dass es ganz normal ist, sich am Anfang schwer aufraffen zu können. Die Kunst ist, es einfach trotzdem zu tun und so lange durchzuhalten, bis sich erste Erfolge zeigen. Diese reichen dann als Motivation oft aus, um am Ball zu bleiben. Alles Gute euch!

Über die Autorin: Hannah Kroll ist 28 Jahre alt und lebt in Bremen.

Bildquellen:

autofocus67 - Fotolia.com Bild 1

Printemps - Fotolia.com Bild 2

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Bild von elfenstaub1234 Endlich Ernährungsumstellung

Kommentare

Bild des Benutzers laughy
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Diesen Bericht finde ich klasse!
Abgesehen davon das ich abnehme weil ichs muss/will , einfach weil zu viel auf meinen Rippen lagert ist es aber auch so das ich meine Ernährung nun seit drei Wochen sehr Gemüselastich geändert habe und auch Rezepte nachkoche wenn ich eins finde was mir lecker gesund und kalorienarm erscheint.
Heute hab ich mal wieder gesportet und man fühlt sich wirklich viel besser. Früher , bis vor 2 Jahren habe ich fast täglich sport gemacht und mir gings blendend. Kaum krank , gut gelaunt.....Dieser Bericht zeigt einfach das gesunde Ernährung und Bewegung einem enorm gut tun !

*** Das Leben ist zu kurz um aufzugeben ***

Bild des Benutzers Emma09
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wau,das ist ein toller und lehrreicher Bericht

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