Woher weiß man denn schon, was wirklich gesund ist?

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Hallo in die Runde...

vielleicht macht sich da gerade mein Frust Luft, aber mich nervt so langsam dieses Gerede um gesunde Ernährung. Mal ist dies gesund, dann ist das gleiche wieder total ungesund. Mal soll mal 5 Mal am Tag essen (und jedes Mal dabei bitteschön auch Obst und Gemüse), vielleicht soll man morgen am besten im Kopfstehen essen?!

Auf den Punkt gebracht: ich verzweifle langsam dran herauszufinden, was wirklich gut ist. Und es nervt mich immer wieder auf selbsternannte Experten zu stoßen, die einem das blaueb vom Himmel erzählen. Das wollte ich mal los werden und bin dankbar für jeden Tipp, wie ich an wirklich brauchbare Informationen komme.

Lg,

sternchen72

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Immer wieder aufstehen und nicht unterkriegen lassen!

Kommentare

Hallo Sternchen72,

du hast Recht - es ist frustrierend: jeder erzählt etwas anderes und alles soll ja so gesund sein! Wem soll man da noch glauben und vor allem was soll man nun machen?

Um dich einwenig zu beruhigen: Im Inneren weißt du, was gesund für dich ist.

Eine gesunde Ernährung, die für alle gilt gibt es nicht. Es gibt jedoch Richtlinien, an denen man sich orientieren kann. Es sind die Richlinien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Diese Richtlinien lassen Freiraum für deine gewohnte Ernährungsweise, für deine Vorlieben und deine Abneigungen.

Wenn du dich an annähernd an diese Richtlinien hälst, ernährst du dich gesund.

Schau mal hier: http://www.ernaehrung24.com/seiten/dge.htm#regeln

Hast du weitere Fragen oder Anregungen meld ich einfach bei uns! Wir sind immer für Kritik offen...

Viele Grüße

Anne Hönicke

 

 

 

Bild von Bohnenmeister

Hallo, die "Experten" müssen

Hallo,

die "Experten" müssen immer wieder was anderes sagen und sich widersprechen, weil sie sonst kein Geld mehr verdienen würden.

Ich habe für mich 2 einfache Prinzipien nach denen ich mich richte, aber das muss nicht heißen, dass sie auch perfekt in dein Leben passen:

Ich versuche nach der Energiebilanz abzunehmen, wenn ich mehr Energie verbrauche als ich zu mir nehme müssen die Fettreserven als Energielieferant herhalten. Wobei ich eher versuche mehr Energie zu verbrauchen als zu wenig zu essen.

Außerdem habe ich mir selbst meine Ernährungspyramide zusammengestellt im Kopf. Möglichst nah an der Natur bleiben: Gemüse, Obst, Vollkorn, Fisch. Was man auch vor tausenden von Jahren schon gegessen hat.

Alle modernen Diäten wurden in aller erster Linie dazu erfunden um viel Geld damit zu verdienen.
Also wie Anne schon sagt, im inneren weiß man eigentlich was gesund für einen ist, man muss es nur wieder entdecken.

Viele Grüße,
Bohnenmeister

Ich persönlich glaube nicht an Vitaminangaben in Prozentzahlen und ausgerechnete Kalorien. Gesund ist am Ende doch das, was deinem Körper Energie gibt und dich gut fühlen lässt.

Fühlst du dich gesund und gut, bist fit und kränkelst fast nie, ist deine Ernährung wahrscheinlich gesund und gut für dich. Hast du öfters mal eine Erkältung, fühlst dich schlapp und reagierst schlimmer auf Stress als sonst, ist wohl was faul.

Rausfinden was für dich persönlich gesund und gut ist, ist meiner Meinung nach ein langer Prozess der "Selbstfindung". Ich persönlich merke sofort, dass ich belastbarer bin und mich gesünder fühle, wenn ich regelmäßig Sport treibe und an die frische Luft komme - der ein oder andere Apfel ist auch nie verkehrt und weniger Fleisch und Süßigkeiten haben bis jetzt auch immer geholfen!

Natürlich gibt es allgemeine Regeln - dauerhaft Fast Food und so gut wie kein Gemüse, viel Zucker und Fett: das ist wohl ungesund. Daheim rumsitzen, an der Glotze oder vorm PC wahrscheinlich genauso. Und dass sich drei Tafeln Schokolade sehr, sehr gut anfühlen können weiß ich aus eigener Erfahrung. Tongue

Ich denke, wenn man aber einfach ein bisschen frei Schnauze isst - ein guter Mix aus allem, frische Zutaten und die Geschmacksnerven als Leitfaden - und sich dazu ein wenig bewegt, ernährt man sich und lebt gesund. Und das ganze ohne Kalorienzählen, Gemüseplaner und Low-Fett-Kochbücher.

 

Bild von ballerina

Das gesündeste = vegan :D

Hallo sternchen72,

meine Antwort ist so einfach wie die Ernährung selbst: Das gesündeste (und auch vor allem in unserer Zeit) ist die vegane Ernährung, Ruhe/ausreichend Schlaf, frische Luft/Sonne, ausreichend Wasser, Zufriedenheit und Beziehungen. Ich glaube das nicht nur die Ernährung eine Rolle dafür spielt abnehmen zu können.

Ich bin der Meinung, man darf nicht zu sehr darauf achten was man isst (so lange es eben vegan ist, darf man essen was man will und oft so viel man will, weil dies tatsächlich sättigt). Für den Menschen ist es angebracht 3 Mahlzeiten am Tag zu nehmen, es dürfen bei einer Diät auch 2 Mahlzeiten sein, wenn am Abend verzichtet werden kann. Zwischenmahlzeiten überfordern den Magen.

Lieben Gruß

 

Bild von gloria10

Vegan = gesund?

Hallo ballerina,

in Studien wird immer wieder darauf hingewiesen, dass es bei veganer Ernährung zu Mangelerscheinungen kommen kann. Es sollten deshalb Vitamin B-12 und D, Kalzium und langkettige N-3 (Omega-3) Fettsäuren substituiert werden. 

"Ich bin der Meinung, man darf nicht zu sehr darauf achten was man isst (so lange es eben vegan ist, darf man essen was man will und oft so viel man will, weil dies tatsächlich sättigt)"

 

Man muss schon darauf achten, dass man alles bekommt, was man braucht. Und als langjährige Vegetarierin habe ich die Erfahrung gemacht, dass man bei fleischloser Ernährung um Nahrungsergänzungsmittel nur ganz schwer herumkommt. 

Aufgrund starken Eisenmangels hatte ich ziemliche gesundheitliche Probleme. Meine Ärztin sagte, dass es sehr schwierig ist, den Eisenbedarf nur durch Gemüse zu decken. 

Also, entweder Fleisch oder Eisentabletten aus der Drogerie/Apotheke. Alle 14 Tage ein Stück Fleisch hätte ich noch mitgemacht, aber zweimal in der Woche - das wollte ich dann doch nicht, also nehme ich jetzt Eisenkapseln.

 

Ergo: Nicht einfach davon ausgehen "Ich esse nur Gemüse, was lebe ich gesund", sondern auch auf die Nährstoffe achten, die man zu sich nimmt bzw. nehmen muss, um gesund zu bleiben.

 

 

Bild von ballerina

Und ob ;D

Du brauchst mich doch nicht gleich zitieren. Ich halte mich ja nicht gleich für fehlerfrei mit dem was ich schreibe. Wenn Du etwas verdeutlichen willst, dann begründe es - wenn auch wissenschaftlich.

Ist eigentlich klar, dass jemand etwas gegen vegane Ernährung hat, weil man nicht die alten Gewohnheiten aufgeben will und das essen möchte was hauptsächlich gut schmeckt.

Ich stimme dir zu, dass man von jedem ausreichend essen soll (es gibt sogar genauere Anweisungen was wofür ist und welche Kombinationen was auswirken). Aber insgesamt stellt es keine wirklich schwierige Herausforderung (die man nicht überwinden kann), wenn man erstmal darüber informiert ist.
Jedenfalls sind die gesündesten Menschen der Welt vegetarier, wenn die Untersucht werden.
Es gibt eher im Laufe der Zeit Probleme, wenn Fleisch gegessen wird, da diese mehr Giftstoffe in sich tragen (Cholesterin z.B.). Ja, ich hörte in einem Seminar, dass plfanzliche Nahrung sogar mehr Eisen haben als Fleisch. (Sonnenblumenkerne)
Somit ist es eigentlich sinnlos Fleisch und co. zu sich zunehmen, wenn doch etwas anderes mehr vom guten hat.
Hast Du etwa überlesen, dass ich die vegane Ernährung allein nicht als Lösung genannt habe, sondern ein paar andere wichtige Dinge auch?

Lieben Gruß

P.S.: Für Interessierte: http://www.youtube.com/watch?v=tInqPZOVYVg&feature=related

 Hi,

tut mir leid, wenn Du Dich angegriffen fühlst, weil ich einen Satz von Dir zitiert habe, auf den ich mich dann bezogen habe.
Für mich ist das was normales und war nicht böse gemeint. 
 
Dass ich den Satz, man müsse nicht so genau darauf achten, was man isst, ein bisschen zu allgemein gehalten finde, habe ich damit begründet, dass es zu Mangelerscheinungen kommt, wenn man nicht darauf achtet, mit allen notwendigen Nährstoffen ausreichend versorgt zu sein.  
Da ich ehr nicht so die Zeit habe, Ernährungsseminare zu besuchen, kann ich nicht mit wissenschaftlichen Begründungen dienen, sondern lediglich mit der von mir selbst gemachten Erfahrung.
 
Leider weiß ich nicht, wie lange Du Dich schon vegan ernährst, also inwieweit es sich um theoretisches Wissen oder um eigene Erfahrungen handelt.
Vielleicht ist es auch ein Unterschied, ob ein inzwischen 42 jähriger Körper seit 15 Jahren fleischlos ernährt wird oder ein 22 jähriger Körper seit ? Jahren vegan.
Auf jeden Fall steht fest, dass nicht jeder Mensch gleich ist, dass Nährstoffe unterschiedlich verarbeitet werden und manche Menschen gegen gewisse Lebensmittel allergisch sind und auch dadurch auf ihre Ernährung achten müssen.
 
Und ich habe nichts gegen vegane Ernährung - kann von mir aus jeder machen, wie er es für richtig hält. Wenn man sich entscheidet, Vegetarier zu werden, verzichtet man auch auch liebgewonnene Gewohnheiten, also, darüber brauchst Du mir nichts zu erzählen.
Aber eine Pauschalaussage wie "Egal, was man isst, Hauptsache vegan" sind eben ein bisschen zu einfach und steht ja auch eigentlich im Widerspruch dazu, dass es sogar genauere Anweisungen gibt, was wofür ist und welche Kombinationen was auswirken.
 
Natürlich kannst Du Deinen Tagesbedarf an Eisen auch mit Sonnenblumenkernen decken - mit Hirse ist es allerdings noch einfacher und auch wesentlich fettärmer. Denn auch zuviel Fett ist nicht gesund, selbst wenn es vegan ist. Wink
Damit will ich sagen, man kann sich nicht darauf ausruhen, dass ein Nahrungsmittel in ein gewisses Ernährungskonzept passt, sondern muss sich schon mit allen Aspekten auseinandersetzen.
 
Ich habe auch nicht überlesen, dass Du noch andere Faktoren für ein gesundes Leben aufgeführt hast, aber nichts kann der (erwachsene) Mensch selbstbestimmter beeinflussen als seine Ernährung.
Und ich glaube nicht, dass es daran liegt, dass ich "nur" Vegetarierin bin, dass  ich keinen Einfluss auf Sonnenschein oder ausschließlich glückliche Beziehungen habe Smile
 
Vegane Ernährung ist bestimmt gesund, wenn man sie richtig anwendet. Aber bitte nicht durch Pauschalisierung Leute auf diesen Trichter bringen und davon ausgehen, dass sie sich schon von selbst informieren werden.
 
Viele Grüße,
Fricka
Bild von gloria10

Gesunde Ernährung

Ich arbeite mich gerade durch das Fachbuch „Best Weight“, herausgegeben von der Canadian Obesiy Network. Frei übersetzt: „Der Unterschied zwischen Diät und einem gesunden Lifestyle ist einfach erklärbar. Diät bedeutet die geringste Menge an Kalorien und größte Menge an Sport, die ein Mensch tolerieren kann. Ein gesunder Lifestyle ist die geringste Kalorienmenge und die größte Menge an Sport, die man mit Genuss erlebt.“

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