UNO Bericht: mehr als eine Milliarde Menschen hungert

Für mich ist es wie der Blick in den Sternenhimmel: man fühlt sich in seiner Wichtigkeit und mit seinen Problemen wieder etwas ins richtige Verhältnis gerückt. Ein Anreiz sich selbst mit seinen Problemen nicht ganz so wichtig zu nehmen und sein eigenes Konsumverhalten zu überdenken.
So kam auch Ralf Südhoff (Sprecher des Berliner Büros des Welternährungsprogramms der Uno) u.a. zu zwei Ansatzpunkten, wo wir hier und sofort, zunächst ohne Spenden, direkt bei uns mit unserem Verhalten beginnen können:
"Wenn wir davon ausgehen müssen, dass wir in Zukunft eher einen starken Nahrungsmittelmangel haben, dann hat das auch damit zu tun, das nur eine Minderheit der Agrarernten überhaupt zu Nahrungsmitteln wird. Ein ganz großer Teil wird zu Tierfutter, dann zu Fleisch. Was nichts Verwerfliches ist, aber ein ineffizienter Nahrungsmittelkonsum:
Man muss sieben Kilo Getreide in eine Kuh stecken um nur ein Kilo Rindfleisch herauszubekommen. Deswegen fehlen dann sechs Kilo Getreide um Menschen satt zu machen. Es wäre nicht schlecht, wenn wir alle seltener und dafür besseres Fleisch essen."
" Wir haben mittlerweile Möglichkeiten ohne viel Aufwand, ohne den Spaß am Leben und am Essen zu verlieren, nachhaltiger zu konsumieren als in der Vergangenheit. Nehmen sie „Fairtrade“-Produkte: Früher konnte man „Fairtrade“-Kaffee nur im Ditte-Welt-Laden kaufen, zu einer Qualität wo man sich wirklich überlegen musste, ob man jetzt Leben rettet indem man sein eigenes gefährdet, um es jetzt überspitzt zu sagen. Diese Zeiten sind ja mittlerweile vorbei, sie können ja mittlerweile „Fairtrade“-Kaffee, -Bananen, -Tee, -Schokolade in den meisten Supermärkten in hoher Qualität erwerben und so unmittelbar etwas für die Kleinbauern tun, die so faire Verträge und Preise bekommen."
Dem Umgang mit Nahrungsmitteln einfach mehr Achtsamkeit entgegenbringen. Dankbar für gute Produkte sein und es nicht für selbstverständlich halten, dass wir täglich unter hunderten von Brotsorten wählen können. Dies beeinflusst dann nicht zuletzt auch unser eigenes Essverhalten in einer positiven Art und Weise.
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Der Hunger in der Welt
Verfasst von Tobias am 19.10.2009.Danke für diesen Beitrag... ich persönlich finde es immer so unerträglich, wenn man sieht, wie selbstverständlich hierzulande überschüssige Lebensmittel in Massen auf den Müll geworfen werden, während weltweit 1 Milliarde Menschen (das sind 12mal so viele Menschen, wie in Deutschland leben!!!) tatsächlich Tag für Tag hungern.