Honig nur aufs Butterbrot?

Verfasst von jutta_schwarzmeier am 17.09.2009
Honigtopf, Honiglöffel, Honig
Lebensmittel, Schönheitsmittel, Naturheilmittel

Die Geschichte des Honigs beginnt bereits in der Steinzeit. Als einziges Süßungsmittel wurde Honig geschätzt, später auch als Schönheits- und Heilmittel verehrt und auch heute noch steht in fast jedem Küchenschrank ein Honigglas. Und das nicht ohne Grund, denn Honig schmeckt auch heute noch lecker, am besten aufs Butterbrot oder im Nachtisch.

Nüchtern betrachtet entsteht Honig durch die harte Arbeit vieler Bienen. Diese nehmen Blütennektar oder Pflanzensäfte auf, versetzen ihn mit Körpersekreten und geben ihn zum reifen an eine Honigwabe ab. Während der Zeit im Bienenstock entwickeln sich durch Verdunstung und weitere Fermentierung Geruch, Geschmack und Farbe des reifen Honigs. Je nach Ausgangsprodukt entstehen so die verschiedensten Arten, von klar und hellgelb wie der Akazienhonig, bis hin zu dunkelbraunen Tannenhonig. Generell gilt, je dunkler die Farbe, desto intensiver und aromatischer der Geschmack.

Was macht Honig so wertvoll?

Wenn auch nur in kleinen Mengen hat Honig vielfältigste Inhaltsstoffe, welche je nach Pflanze, Erntezeit und Klima variieren können. Neben Vitaminen, Mineralstoffen und Spuren von Aminosäuren sind vor allem die enthaltenen Enzyme interessant, insbesondere der Hemmstoff Inhibin. Vor allem diesem Wirkstoff wird ein positiver Effekt auf unsere Gesundheit zugeschrieben. Da Inhibin den Wachstum von Viren, Pilzen und Bakterien hemmt unterstützt er unser Immunsystem. So wird typischer Weise Honig als Therapie gegen Entzündungen im Mund- und Rachenbereich eingesetzt, es gibt jedoch auch Studien zur verbesserten Wundheilung und dem Schutz von Blutgefäßen durch Honig. Als Bestandteil von Masken, Badezusätzen und zur Lippenpflege ist Honig sowieso nicht mehr weg zu denken.

Honig contra Zucker

Im Vergleich zum Zucker hat Honig eine stärkere Süßkraft, jedoch ist der Unterschied nur gering, besteht Honig immerhin zu 80% aus Zucker (im Vergleich: 100g Zucker enthält 400 kcal, 100g Honig enthält 320 kcal). So schneidet Honig im direkten Vergleich nicht besser ab und sollte bei einer Diät ebenfalls nur in geringen Mengen verzehrt werden. Auch wirkt Honig, ebenso wie Zucker, negativ auf die Zahngesundheit und begünstigt somit die Entstehung von Karies. Jedoch hat Honig im Vergleich zum Zucker neben der antibakteriellen Wirkung einen entscheidenden Pluspunkt - er schmeckt einfach besser.

Auf die Qualität kommt es an

Wie bei vielen weiteren Lebensmitteln gilt auch hier: Honig ist nicht gleich Honig. So ist zum einen die Biene, natürlich aber auch der Imker für die Hochwertigkeit des Produktes verantwortlich. Um eine gute Qualität zu gewährleisten, werden in der "Honigverordnung" klare Richtlinien vorgegeben. So dürfen Produkte mit besonders sorgfältiger Herstellung mit dem Prädikat "kalt geschleudert" ausgezeichnet werden.

Um alle Inhaltsstoffe zu erhalten, ist die Aufbewahrung von Honig bei Temperaturen zwischen 10-15° Celsius sinnvoll, dazu ein dunkler Standort und ein luftdicht abgeschlossenes Gefäß. So bleibt der Honig tatsächlich über mehrere Jahre haltbar und schmeckt Tag für Tag lecker auf dem (Vollkorn)Frühstücksbrot.

Jutta Schwarzmeier / www.food-and-balance.de

 

 

 

 

 
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