Warum es so schwer ist alte Gewohnheiten zu ändern

Verfasst von anne_hoenicke am 03.02.2010
Quelle: Anne Hönicke
Jeder kennt es, man setzt sich Ziele, gute Vorsätze, meist zu besonderen Anlässen, wie Silvester, Geburtstage, Geburten…
 
Leider können 80% aller guten Vorsätze nicht realisiert werden.
Woran liegt das?
 
Frustriert sitzt man dann zu Hause und denkt über sein Elend nach:
  • Was mache ich falsch?
  • Habe ich einen zu schwachen Charakter?
  • Ich bin unfähig!
 
Wenn es Euch auch so geht, kann ich Euch wieder aufbauen, denn
  • Es geht fast allen so
  • Es gibt eine Erklärung, warum fast alle guten Vorsätze zum Scheitern verurteilt sind
 

Die Erklärung

Unser Gehirn lernt ständig neue Vorgänge und Prozesse. Und je häufiger und regelmäßiger wir bestimmte Prozesse (Chips beim Fernsehen) wiederholen, desto automatischer läuft dieser Prozess ab. Er ist alltäglich, also normal geworden.
Unserem Gehirn fällt es leichter neue Vorgänge zu erlernen, statt alte Vorgänge „umzuorganisieren“
 
Das heißt: Dem Gehirn klar zu machen es ist jetzt eine neue Gewohnheit zu den Chips beim Fernsehen Saft zu trinken ist einfacher, als unseren „grauen Zellen" zu erklären, dass jetzt Äpfel statt Chips abends gegessen werden.
 
Hinzu kommt die Schwierigkeit, dass alte Gewohnheiten, im Laufe der Zeit, immer schwerer abzulegen sind. Neue „alte Gewohnheiten“ können besser umorganisiert werden als ältere.
 

Was können wir tun?

  • Uns selbst klar machen: unser Gehirn muss erst lernen.
  • Neue Gewohnheiten immer wieder wiederholen, auch wenn es schwer fällt
  • Nur an einer Veränderung arbeiten
  • Vorsicht vor Rückfällen: die alten Gewohnheiten sind dem Gehirn besser bekannt, als die neuen Gewohnheiten
 

Was tun bei Rückfällen?

Rückfälle sind nicht schlimm, sondern eher der Regelfall. Wichtig ist nur, sich und sein Gehirn an die neue Gewohnheit zu erinnern. Bei dieser Gelegenheit sollte man auch noch einmal über sein gesetztes Ziel (Äpfel beim Fernsehen) nachdenken.
 

Meist sind mehrere kleine Schritte besser, als ein großer:

  1. Schritt: Nur 1x pro Woche Apfel beim Fernsehen
  2. Schritt: nur am Wochenende Chips beim Fernsehen
  • 3. Schritt: jeden Abend Apfel beim Fernsehen

Also Kopf hoch!

Anne Hönicke

federleicht-kerngesund@live.com

 

 
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