Keine Angst vor Geschmacksstörern!

Verfasst von anne_hoenicke am 24.11.2009
Quelle: Anne Hönicke

Der Geschmackssinn dient dem Körper u.a. als Frühwarnsystem, denn er kann in geringem Maß vor dem Verzehr verdorbener Lebensmittel schützen. Schlecht schmeckende Lebensmittel erzeugen, dank des Geschmacksinns Übelkeit.

Wir können vier verschiedene Geschmacksrichtungen wahrnehmen – süß, salzig, sauer und bitter.
 
An der Wahrnehmung der Geschmacksempfindung ist bekanntlich auch der Geruchssinn beteiligt.
Jetzt, in der kalten Jahreszeit, ist die Nase oft, durch Schnupfen, verstopft. Man kann nichts riechen und leider auch nichts schmecken. Nicht nur Erkältungen stören den Geschmackssinn, auch Medikamente, die während der Erkältungszeit häufiger eingenommen werden, können zu Geschmacksstörungen führen.
 

Geschmacksstörungen zeigen sich auf unterschiedlichen Arten:

  • unangenehmer Geschmack
  • metallischer Geschmack
  • Taubheitsgefühl im Mund
  • Veränderte Geschmackswahrnehmung
  • Geschmacksverlust
 

Zu den Geschmacksstörern gehören:

  • Penicillin (Antibiotikum)
  • Chloramphenicol (Antibiotikum)
  • Chlorhexidin (Antiseptikum)
  • Fluoxetin (Antidepressivum)

Wie häufig treten diese Nebenwirkungen auf?

Das verrät ein Blick in den Beipackzettel:
  • Sehr häufig – mehr als 1 von 10 Behandelten
  • Häufig – weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
  • Gelegentlich – weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten
  • Selten – weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
  • Sehr selten – weniger als 1 von 10 000

Was tun wenn, der Geschmacksinn gestört ist?

Die meisten Geschmacksstörungen sind reversibel, dass heißt die Nebenwirkungen lassen nach, wenn das Medikament abgesetzt wird.
Also, keine Angst vor Geschmacksstörern! Bei weiteren Fragen, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
 
Anne Hönicke
 
 
 
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