Gefährliche Zitrusfrüchtchen?
Zitrusfrüchte sind reich an Vitaminen. Besonders der Gehalt an Vitamin C ist sehr hoch, und somit sind diese Früchte sehr wertvoll für eine gesunde Ernährung. Kann von Zitrusfrüchten eine Gefahr ausgehen?
Nach der Zusatzstoff- Zulassungsverordnung (ZzulV) darf Frischobst nur mit wenigen Substanzen behandelt werden.
Erlaubt ist bei Zitrusfrüchten das Oberflächen-Wachsen mit:
- Bienenwachs (E 901)
- Candelillawachs (E902)
- Canaubawachs (E 903)
- Schellack (E 904)
- Montansäureester (E 912)
- Polyethylenwachsoxidate (E 914).
Um Zitrusfrüchte länger haltbar zu machen, vor Fäulnis und Schimmelbefall zu schützen dürfen die Konservierungsmittel
- Orthophenylphenol (E 231)
- Natriumorthophenylphenol (E 232)
auf die Schale aufgebracht werden.
2,5 % Orthophenylphenol (oder 2-Phenylphenol, Biphenyl-2-ol) und auch das Natriumsalz (Natriumorthophenylphenol) wurden bei Tierversuchen, mit Ratten, in das Tierfutter gegeben. Festgestellt wurde bei den Versuchstieren die Zunahme von Harnblasentumoren. (Classen u. Mitarb. 1987).
Beim Menschen können diese Substanzen, bereits nach Verzehr kleinerer Mengen, Übelkeit und Erbrechen hervorrufen.
Aber man schält doch alle Zitrusfrüchte!?
Das stimmt. Aber beim Schälen der Zitrusfrüchte gelangen diese Substanzen an die Hände. Mal ehrlich: Wer schält sich eine Mandarine und wäscht sich gleich hinterher die Hände, bevor er die Mandarine vernascht?
Lösungen:
Mandarinen, Orangen usw. unter lauwarmen Wasser gut abwaschen und dann schälen. So können die Zitrusfrüchte gleich verzehrt werden.
Allergiegefährdete Personen sollten Hautkontakt mit diesen Substanzen meiden, da diese Kontaktekzeme hervorrufen können. Die Verwendung von Handschuhen ist hier ratsam.
Das ist alles sehr aufwändig. Es gibt auch eine einfachere Lösung:
Unbehandelte Zitrusfrüchte kann man in Bioläden und Reformhäusern kaufen, so spart man sich die lange Vorbereitungszeit.
Anne Hönicke
