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04.02.-05.02.2013 Wieder zu Hause!

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Am von im Ernährungstagebuch geschrieben

Das war vielleicht eine Woche! Die letzten sieben Tage waren als Erholung gedacht, aber letztendlich war es quasi nur Stress, Ärger und jede Menge Diskussionen.

Es gab aber auch ein paar schöne Momente und hier der Bericht:

Letzten Montag ging es für mich in meine Teenie-Heimat. Ich habe mich bei meiner Mutter einquartiert, wo auch die beiden jüngsten meiner Geschwister leben und meine kleine Nichte (11 Monate). Als ich die Wohnung betrat, traf mich erst einmal der Schlag, da die Wohnung in einem katastrophalen Zustand war und mich eine Wutwelle gegenüber meiner Mutter nahezu überrannte. (Ich bin da hin gefahren, um meine Geschwister zu sehen, da das Verhältnis zu meiner Mutter leider nicht so gut ist.) Also erste Amtshandlung = aufräumen und die Wohnung in einen bewohnbaren Zustand versetzen. Da ich aber zu Hause weg bin, um meinen Alltag zurück zu lassen, war der Plan, sich zu erholen schon einmal Geschichte. 

Zwischen meiner Sis und meiner Ma herrscht seit geraumer Zeit eine extreme Spannung. Meine Sis ist als 16-jährige Mutter eines kleinen süßen Mädchens nämlich nicht in der Lage, sich um alles alleine zu kümmern und meine Mutter sieht das dagegen anders. Es geht dabei nicht darum, dass meine Sis mit ihrer kleinen nicht klar kommt, nein, das macht sie für ihr Alter wirklich richtig gut, sondern darum, dass meine Sis für unseren Bruder quasi auch den Mutterersatz spielen muss. Sie soll dafür sorgen, dass er zur Schule geht, was zum Anziehen hat und sogar zu Essen und das Ganze ist ihr dann natürlich auch zu viel. Meine Mutter dagegen verschwindet nach der Arbeit zu ihren Freund und lässt sich kaum blicken. Mich macht es wütend, weil meine Mutter ihre Mutterverpflichtungen verweigert, meiner Sis aber vorwirft, dass sie mit ihren Mutterpflichten versagt!!! 

Aus dem Grund habe ich in den Tagen versucht mich gleichermaßen um meine Geschwister zu kümmern. Ich habe in der Wohnung dann nur noch das gemacht, was für die Kleinen wichtig ist (Küche, Badezimmer, Wäsche und ihre Schlafräume) und alles, was meine Mutter betrifft, links liegen gelassen. Natürlich musste ich mich zusätzlich noch um die beiden Katzen kümmern und einen Vogel, die ja auch etwas zu fressen haben wollten.

Zudem habe ich viel mit meiner Sis und meinem Bruder geredet, damit sie überhaupt mal jemand hatten, der sich ihre Sorgen anhörte. Meiner Schwester habe ich auch zeitweise die Kleine abgenommen, damit sie mal ein paar Momente für sich hatte. Zwischendurch wurde die Kleine krank und ich bin mit meiner Sis mit ihr ins Krankenhaus gefahren. Ich war wieder wütend, weil wir mit einem kranken Kind mit dem Bus in die Stadt fahren mussten, während meine Mutter sich nicht blicken ließ, denn sie hätte uns auch mit dem Auto fahren können. 

Nach zwei Tagen wollte ich eigentlich schon wieder nach Hause, da ich auf den Stress nun eigentlich auch gar keine Lust hatte, aber es gab auch ein paar schöne Momente, als ich am Mittwoch zu meiner Freundin gefahren bin, die auch alleinerziehend ist, um sie und ihren kleinen Sohn (mein Patenkind) zu besuchen. Der Abend war richtig schön, denn ich kenne sie nun schon seit 14 Jahren und wir sind auch sieben Jahre nach dem Abitur und trotz 175 km Entfernung immer noch sehr eng befreundet. Ihr kleiner ist ein süßer Sonnenschein und für seine fast 3 Jahre auch super weit entwickelt. Biggrin Wir haben an dem Abend so lange geredet, bis wir nicht mehr konnten und sich eine Heimfahrt für mich auch gar nicht mehr gelohnt hätte. Deshalb habe ich dort übernachtet und endlich mal einen wirklich schönen und entspannten Abend verbracht. Am nächsten Morgen rief mich meine Sis dann aber an, dass die Kleine krank sei und da meine Freundin eh arbeiten musste, war das Treffen leider für mich zu schnell vorbei. 

Freitag Nachmittag traf ich mich mit einer Freundin aus meiner Ausbildungszeit (kenne sie seit knapp 5 1/2 Jahren). Wir sind in die Stadt gefahren und haben stundenlang in einem Restaurant gesessen, um zu reden. Das Personal dachte anfangs bestimmt, wir sitzen nur die Zeit ab, denn bestellt hatten wir bis auf Getränke erst nach gut 1 1/2 Stunden. haha Das reden mit ihr war super entspannend, weil mit ihre immer eine sehr lockere und vor allem Mal Problem-freie-Zone-Atmosphäre herrscht. 

In der Zwischenzeit gab es jedoch großen Ärger zwischen meiner Mutter und meiner Sis, die haben sich zu Hause regelrecht bekriegt und meine Sis geriet an einen nervlichen Zusammenbruch. Ich will den Streit nicht so aufbröseln, aber so viel kann ich sagen: Auf meiner Sis liegt ein unheimlicher Druck, da sie...

1. super jung ist als Mutter und alleine mit der Kleinen klar kommen muss

2. ihr Exfreund sie unheimlich stresst und sie schon eher versucht in Abhängigkeit zu bringen (ich mag den nicht)

3. meine Mutter ihr immer und zu jeder Zeit Vorwürfe macht

4. sie sich viele Gedanken auch um unseren kleinen Bruder macht....

...und und und....

Ich habe aus dem Grund mit meiner Sis abgesprochen, dass ich etwas früher nach Hause komme, es aber nur ab einer bestimmten Zeit geht. Das war für meine Sis auch ok, aber dann rief meine Mutter an und meinte, dass ich sofort zu kommen habe!!! Ich war wütend, denn ich bin 26 Jahre alt und lasse mir von niemandem mehr etwas vorschreiben! Wie mit meiner Sis besprochen bin ich dann zurück, meine Mutter war schon wieder weg (auf Party, gibt ja keine anderen Sorgen). Meine Sis war nur noch ein Häufchen Elend und wir haben geredet und geredet. Anschließend nahm ich ihr die Kleine ab, damit sie für eine Weile aus dem Haus konnte um etwas runter zu kommen, denn für die Kleine war ihre Aufgewühltheit ja auch nicht gut. Kinder bekommen so etwas einfach mit. 

Donnerstag ging ich mit meinem kleinen Bruder ins Kino, damit auch er mal aus dem Haus kam und wir etwas einfach mal zu zweit unternehmen konnten. Das war auch sehr schön, auch wenn das Kino echt Wucher war, aber das habe ich mir ganz dreist von meiner Mutter bezahlen lassen, denn da sie mir eh noch Unmengen an Geld schuldet, aber keine Anstalten macht, es zurück zu zahlen, hole ich es mir eben auf diese Weise.

Samstag hieß es dann endlich Tasche packen (war froh, da weg zu kommen und ein Entschluss steht fest: das war das letzte Mal dort). Zusammen mit meiner Sis und der Kleinen sind wir zu meinem Vater gefahren, wo wir mit meinem zweiten Bruder, seiner Frau, ihrem Neugeborenen und der neuen Familie meines Vaters einen schönen Tag verbracht haben. Biggrin Endlich kam so etwas wie Familien-Atmosphäre auf und die Zeit verging wie im Flug.

Gegen Abend brachte mein Bruder meine Sis und die Kleine dann wieder nach Hause und fuhr mit seiner Family natürlich ebenfalls heim, sodass ich Zeit hatte mit meinem Vater auch mal über meine Sorgen und Probleme zu reden. Das tat mir auch mal gut, bis die nächste Hiobsbotschaft folgte: Meine Sis!

Kaum war sie zu Hause gab es wieder Streit mit meiner Mutter, mit der Konsequenz, dass meine Mutter sie und die Kleine vor die Tür gesetzt hat! Mein kleiner Bruder hat sie zwar wieder rein gelassen, als meine Mutter weg war, sodass sie dort noch übernachten konnte, aber meine Sis war am Ende und wieder folgten ewig lange Gespräche. Auf meiner Seele hat sich in der Zeit auch ein Druck aufgebaut, Sorgen und Ängste um die beiden. Die ganze Nacht war mein Kopf am arbeiten. Mein Magen schmerzte und an Schlafen war nicht wirklich zu denken. Mir ist auch klar, wie sich meine Sis seit Monaten fühlt und ihr sieht man das auch an, denn sie hat in den letzten 3 Monaten gute 17 kg abgenommen (ohne Diät!!!), einfach aus Sorgen, und grenzt nun stark am Untergewicht. 

Letztenendes hat meine Sis ihre sieben Sachen zusammen gepackt, ist mit dem Taxi 30 km bis zu unserem Vater gefahren und anschließend mit zu mir gekommen. Die Fahrt mit den beiden per Zug verlief unproblematisch. Jetzt haben die beiden hier die Möglichkeit sich in den nächsten Tagen zu erholen, bis wir mit dem Jugendamt geklärt haben, was die nächsten Schritte sind. 

Allerdings wird es noch einige Nerven kosten und ich bin echt gespannt, wie es sich auf mich auswirkt, denn der Stress geht mir insgesamt auch etwas gegen den Strich! Schuld seh ich darin einzig und allein bei meiner Mutter und ich bin mir sicher, dass das Verhältnis zu ihre künftig immer angespannt sein wird. 

 

Die Woche bestand auch mal Null aus Diät oder Sport, trotzdem ging es ein halbes Kilo nach unten. 

Lassen wir uns überraschen, wie es weiter geht!

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Bild von geloeschterbenutzer *fäden ziehn*^^

Kommentare

Bild des Benutzers Chizuna
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Wir sind im Gespräch mit dem Jugendamt für betreutes Wohnen. Das Mutter-Kind-Heim ist einfach keine Option, weil es einem Gefängnis gleicht. Nächste Woche werden sich alle Parteien zusammen setzen und dann sehen wir weiter. 

Aber das heißt, dass ich ab nächste Woche meine Wohnung auch wieder nur für mich und meinen Freund habe.

Bild des Benutzers Chizuna
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Also nächste Woche bekommt sie den Platz natürlich noch nicht. Smile Aber es soll alles besprochen werden, welche Anträge gestellt werden müssen, z.B. beim Arbeitsamt und beim Jugendamt, und welche Anforderungen bestehen, weil meine Sis ja auch beweisen muss, dass sie sich um die Kleine angemessen kümmert und auch reif genug ist, um auf eigenen Beinen zu stehen. Aus dem Grund denken wir auch an eine Betreuung, damit sie in schwierigen Situationen nicht alleine steht und ich kann ja nicht immer vor Ort sein. Immerhin muss ich auch mein eigenes Leben leben.

Bild des Benutzers Lisade
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Wow das hört sich nach einer harten Woche an! Aber du hast das gut geregelt und ich finde es super, dass du deine Schwester erstmal mit zu dir genommen hast. 

Das geht ja auf Dauer nicht gut mit ihr und eurer Mutter! 

Ich wünsche euch alles Gute mit eurem Vorhaben, sie in ein betreutes Wohnen unterzubringen  Smile Das hört sich nach einem guten Plan an Smile 

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